Mann und Frau — Was sagt Gott?
Die Schöpfungsordnung, Identität und Bestimmung von Mann und Frau nach Gottes Wort.
Erschaffung und Herkunft
Der erste Mensch, Adam, wurde von Jewe Elohim aus dem Erdreich des Bodens geformt und durch den Odem Gottes zur lebenden Seele. Sein Name bedeutet „Rötlicher“ und „Gleicher“ — erschaffen im Bild und in der Gleichgestalt Gottes.
Die Frau wurde von Jewe Elohim in einem besonderen Schöpfungsakt aus einer Zelle des Mannes „erbaut“. Darum heißt sie „Frau“ (wörtlich: Männin) — Gebein von seinem Gebein, Fleisch von seinem Fleisch.
Schöpfungsordnung und Stellung
Der Mann wurde zuerst gebildet. Er ist das Bild und die Herrlichkeit Gottes. Sein Haupt ist Christus — er steht in direkter Verantwortung vor Gott.
Die Frau ist die Herrlichkeit des Mannes — sein Glanz, seine Krone. Ohne sie ist er unvollständig: Gott selbst erklärte, es sei „nicht gut“, dass der Mann allein ist. Sie wurde als seine „Hilfe“ (hebr. Ezer) erschaffen — dasselbe Wort, das auch für Gott als Helfer Israels verwendet wird. Sie ist keine Nebensache, sondern die von Gott bestimmte Ergänzung, ohne die der Mann seinen Auftrag nicht erfüllen kann.
Bestimmung und Aufgabe
Dem Mann wurde der Auftrag gegeben, über die Erde zu herrschen und den Erdboden zu bearbeiten. Seit dem Sündenfall muss er sein Brot im Schweiße seines Angesichts essen. Er trägt die Verantwortung für die Versorgung seiner Familie.
Die Frau wurde zur Mutter aller Lebenden bestimmt (Eva = „Belebende“). Ihre schöpfungsgemäße Bestimmung liegt in der Mutterschaft und im Kindgebären — darin liegt auch eine geistliche Rettung vor dem Sündigen.
Liebe und Unterordnung in der Ehe
Die wichtigste Pflicht des Mannes gegenüber seiner Frau ist die hingebungsvolle Liebe — der Maßstab ist Christus, der sich für die Gemeinde dahingegeben hat. Er soll nicht bitter gegen sie sein.
Die Frau soll sich ihrem Mann unterordnen wie dem Herrn. Unterordnung bedeutet nicht Wertlosigkeit oder blinden Gehorsam, sondern freiwilliges Einordnen in Gottes Ordnung. Warum? Weil Eva verführt wurde, als sie eigenständig entschied (1. Tim. 2:14) — die Unterordnung dient als Schutz vor Verführung. Zugleich spiegelt sie das tiefste Geheimnis wider: die Beziehung von Christus und Seiner Gemeinde.
Ein Fleisch — Gegenseitige Zugehörigkeit
Der Mann verlässt Vater und Mutter und hängt seiner Frau an. Er schuldet es ihr, sie wie seinen eigenen Körper zu lieben, zu ernähren und zu hegen.
Die Frau soll ihrem Mann Ehrfurcht erweisen. Wie Sara Abraham „Herr“ nannte, schmücken sich die heiligen Frauen durch Vertrauen auf Gott und Unterordnung.
Verantwortung und Rücksicht
Der Mann soll mit seiner Frau in rechter Erkenntnis zusammenwohnen und ihr als dem „schwächeren Gefäß“ Ehre zuerkennen. Rücksichtsloses Verhalten hindert die gemeinsamen Gebete.
Die Frau ist vor Gott eine gleichwertige „Miterbin der Gnade des Lebens“. Die Unterordnung betrifft die irdische Schöpfungsordnung — vor Gott aber spielt sie am Ende keine Rolle mehr: In Christus sind Mann und Frau absolut gleich, ohne jeglichen Rangunterschied.
Das große Geheimnis — Christus und die Gemeinde
Der Mann ist ein Bild für Christus: So wie Christus das Haupt der Gemeinde ist und sich für sie dahingab, so soll der Mann sein Leben für seine Frau einsetzen.
Die Frau ist ein Bild für die Gemeinde: Wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, so schmückt die Unterordnung der Frau die Wahrheit Gottes und offenbart das Geheimnis Christi.
Wahrer Charakter und Schmuck
Gott fordert den Mann auf, „mannhaft“ zu sein — die Unreife der Kindheit abzulegen und ein gereifter Mann zu werden. In der Gemeinde soll er huldreiche (wohlwollende) Hände aufheben, ohne Zorn oder Schlussfolgern.
Der wahre Schmuck der Frau besteht nicht aus Gold, Perlen oder teurer Kleidung, sondern aus dem „verborgenen Menschen des Herzens“ — einem sanftmütigen und stillen Geist, der vor Gott überaus kostbar ist.
Geistliches Leben und Leiterschaft
Wenn der Mann als Aufseher vorstehen will, muss er seinem eigenen Haus trefflich vorstehen und seine Kinder mit Ehrbarkeit zur Unterordnung erziehen — wer im Kleinen nicht leitet, taugt nicht für das Große.
Die Frau soll in der Stille lernen und nicht über den Mann lehren. Die „Frau der Wappnung“ (Sprüche 31) ist tüchtig, weise und gottesfürchtig — ihr Wert übersteigt alles Materielle.